Versicherung Leitfaden Krankheit und Pflege

Krankenversicherung und Pflegeversicherung

Krankenversicherung
Krankenversicherung

Krank werden kann jeder aber auch das Risiko der Pflegebedürftigkeit sollte abgesichert sein.

Sie als Verbraucher haben heute die Wahl zwischen über 200 gesetzlichen Krankenkassen und rund 50 privaten Krankenkassen.

Ein Krankenversicherung Vergleich lohnt fast immer. Auch wenn bei der gesetzlichen Krankenversicherung inzwischen Einheitstarife gelten, die Leistungen sind bei weitem nicht einheitlich.

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Gesetzliche oder Private Krankenversicherung?

Dem Versicherten bleibt die Qual der Wahl: GKV oder PKV?

Die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung richten sich nach dem Bruttoeinkommen. Derzeit ist der überwiegende Teil der Bundesbürger gesetzlich krankenversichert, nur etwa 10 %  privat.

Ein Wechsel in die private Krankenversicherung ist nur dann möglich, wenn Sie 3 Jahre hintereinander oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze verdient haben. Beamten bleibt jedoch unabhängig vom Einkommen die private Krankenversicherung.

Der Wechsel von der gesetzlichen Krankenversicherung in die private Krankenversicherung kann sich lohnen, will aber wohlüberlegt sein. Die Beiträge zur privaten Krankenversicherung bemessen sich an Leistungsumfang, Alter, Geschlecht und Gesundheitszustand und sind unabhängig davon, ob beispielsweise lediglich Elterngeld während einer Babypause verdient wird, weiterhin in voller Höhe zu entrichten.

Für junge, gesunde und gut verdienende Versicherungsnehmer ergibt sich in der Regel ein Vorteil aus der privaten Krankenversicherung. Besonders junge Männer können sich günstig im Rahmen einer privaten Krankenversicherung versichern.

Ungewiss bleibt jedoch die Entwicklung der Beiträge im Alter. Alleinverdiener mit Familie sind mit einer privaten Krankenversicherung oftmals schlechter dran, als mit der gesetzlichen. Eine interessante Alternative zur privaten Krankenversicherung können jedoch private Krankenzusatzversicherungen darstellen.

Private Krankenzusatzversicherung

Die private Krankenzusatzversicherung ist eine empfehlenswerte Alternative zur privaten Krankenversicherung. Das Wichtigste: Diese Möglichkeit steht jedem offen, auch den gesetzlich Krankenversicherten.

Krankenzusatzversicherungen decken bestimmte und vorab definierte Leistungen ab. So beispielsweise eine Garantie auf Einbettzimmer und Chefarztbehandlung, die Kosten für einen Zahnersatz, Heilpraktikerkosten oder auch Krankentagegeld.

Auslandskrankenversicherung

Besonders empfehlenswert ist auch die Auslandskrankenversicherung. Für Reisende lohnt sich dieser Versicherungsschutz im Besonderen dann, wenn das Reiseziel kein EU Land ist. Aber auch bei einer Reise in EU Länder gewährt die gesetzliche Krankenversicherung nur dann vollen Versicherungsschutz, wenn die jeweiligen Leistungen auch im Urlaubsland teil der Kassenleistungen sind.

Eine private Auslandskrankenversicherung übernimmt hingegen die vollen Kosten, auch die eines Rücktransports ins Heimatland. Zugleich ist dieser Versicherungsschutz sehr kostengünstig, die Jahrespolice ist bereits für etwa 20 Euro erhältlich.

Pflegezusatzversicherung

Seit 1995 zahlt jeder Krankenversicherte auch automatisch in die Pflegeversicherung ein. Aktuell liegen die Beiträge bei 1,7 % des Bruttolohns, Kinderlose zahlen 0,25 % Aufschlag. Tritt der Pflegefall ein, erhält der Versicherte Leistungen aus der gesetzlichen Pflegeversicherung. Diese liegen je nach Pflegestufe zwischen wenigstens 205 Euro und 1422 Euro.

Für eine Unterbringung in einem Pflegeheim reicht diese Leistung kaum. Entstehen durch die Pflege höhere Kosten, muss der Versicherte diese von seinen Einkünften und Ersparnissen tragen. Ist auch dieses nicht möglich, übernimmt das zuständige Sozialamt zunächst den Differenzbetrag. Dieser wird in der Regel aber wiederum von den Angehörigen eingetrieben.

Vorsorge macht an dieser Stelle Sinn, es gibt jedoch zwei Varianten der Pflegezusatzversicherung.