Versicherung Leitfaden Private Krankenversicherung

Private Krankenversicherung

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Private Krankenversicherung

Eine Krankenversichrung braucht Jeder, das ist klar. Doch soll es die gesetzliche Krankenversicherung oder doch eine private Krankenversicherung sein?

Selbstständige, Freiberufler, Beamte und Arbeitnehmer (deren Bruttoeinkommen die Beitragsbemessungrenze 3 Jahre in Folge überschritten hat) können eine private Krankenversicherung abschließen.

Ein Wechsel aus der gesetzlichen in die private Krankenversicherung will jedoch wohl überlegt sein.

Eine Rückkehr in die gesetzliche Krankenversicherung ist nur in wenigen Ausnahmefällen möglich.

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Ein Wechsel aus der gesetzlichen in die private Krankenversicherung will wohlüberlegt sein, eine Rückkehr in die gesetzliche Krankenversicherung ist nur in wenigen Ausnahmefällen möglich.

PKV bietet umfangreiche Leistungen

Im Vergleich zur gesetzlichen Krankenversicherung bietet die private Krankenversicherung dem Versicherten zum Teil deutlich mehr für sein Geld. Eine pauschale Aussage über den Leistungsumfang der Privaten lässt sich kaum treffen, da von Tarif zu Tarif erhebliche Unterschiede bestehen.

Generell steht den privat versicherten Patienten die Wahl eines beliebigen Arztes, Zahnarztes oder Krankenhauses frei, sie müssen sich nicht auf zugelassene Einrichtungen und Kassenärzte beschränken. Die Behandlung von Privatpatienten bringt Ärzten etwa die zwei- bis dreifachen Honorare, im Vergleich zur Behandlung von Kassenpatienten.

Der Eindruck einer zwei Klassengesellschaft bei der medizinischen Versorgung ist also durchaus berechtigt. So sind die Leistungen einer privaten Krankenversicherung auch in Bezug auf Medikamente, Untersuchungen und Behandlung denen einer gesetzlichen Krankenversicherung oft weit voraus. In den meisten Tarifen ist auch die Chefarztbehandlung und die Unterbringung in einem Ein- bis Zweibettzimmer enthalten.

Arzneimittelkosten übernimmt eine private Krankenversicherung vollständig, Heilmittelkosten werden zu 80 - 100 % erstattet. Die Tarife unterscheiden sich aber zumeist durch festgelegte Höchstgrenzen und die Gewährleistung spezieller Leistungen, wie beispielsweise dem Krankentransport. Ein Vergleich der privaten Krankenversicherungen lohnt sich daher in jedem Fall.

Nachteile der privaten Krankenversicherung

Der Wechsel von der gesetzlichen Krankenversicherung in die Private muss keinesfalls immer vorteilhaft sein. So müssen die Beiträge zur privaten Krankenversicherung auch dann weiterbezahlt werden, wenn eigentlich nur Elterngeld oder Krankengeld zur Verfügung steht.

Die Beiträge zur privaten Krankenversicherung bemessen sich am gewährten Leistungsumfang, dem Alter des Versicherten, dem Geschlecht und dem Gesundheitszustand.  Sie steigen im Alter automatisch an. Ein Wechsel zurück in die gesetzliche Krankenversicherung ist nur in Ausnahmefällen möglich.

Der Wechsel zur Privaten lohnt vor allem für junge und gesunde Männer, die Wert auf  den umfangreicheren Leistungsumpfang der privaten Krankenversicherung legen. Frauen zahlen automatisch mehr. Auch die Familie ist nicht automatisch mitversichert, für Kinder und Ehepartner ohne Einkommen ist ein eigener Beitrag zu entrichten.

Günstige private Krankenversicherung?

Ein Preisvergleich bei der privaten Krankenversicherung gestaltet sich schwierig. Gegenüber Lockangeboten und Billigangeboten sollte ein gesundes Misstrauen gehegt werden. Diese vermeintlich günstigen Krankenversicherung bieten oftmals nur ein stark reduziertes Leistungsspektrum. Spätestens bei den Bezeichnungen Basistarif oder Elementartarif sollten die Alarmglocken schrillen.

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